Java - Indonesien

Destinationsbeschreibung: Java – Indonesien

Java ist die bevölkerungsreichste Insel der Welt. Bei nur etwa 60% der Fläche von Großbritannien, leben auf Java doppelt so viele Menschen. Und Java ist voller Attraktionen. Zu denen gehören auch aktive Vulkanen, fantastische, historische Tempel, monumentale Denkmäler, tiefe und riesige Seen und Teeplantagen so weit das Auge reicht.

Indonesiens Hauptstadt Jakarta ist ein beeindruckend verrückter Ort. Viele Indonesier fahren nur nach Jakarta, wenn Sie zum Flughafen oder zu einem Arzt mit speziellen Fähigkeiten müssen. Jakarta ist groß, nein riesig. Es ist die größte Stadt Südostasiens und die zweitgrößte Metropolregion der Welt.

Hoch aufragende Einkaufszentren, Straßenessen, Tiermärkte, Denkmäler und vieles mehr machen Jakarta zu einem Angriff auf die Sinne. Die goldene Flamme des Nationaldenkmals, die National Cathedral und die Grand Mosque stehen einträchtig nebeneinander. Auf dem alten Marktplatz sind Stände mit Computerspielen oder Digitaluhren gleich neben denen mit Kunsthandwerk und handgefertigten buddhistischen Gebetsketten zu finden. Und Jakarta ist laut. Zur Rushhour geht auf den Straßen nichts mehr. Ist die vorbei, kriecht die Blechschlange unendlich langsam durch die Stadt. Und Jakarta ist überaus freundlich. Es gibt nur wenige muslimische Orte auf der Welt, an denen die Menschen derart tolerant sind, wie eben in Jakarta.

Wer eine Pause von den Staus, gedrängt vollen Straßen und der Dunstglocke über Jakarta brauchen, für den ist ein Ausflug in den Botanischen Garten nahe der Stadt Bogor eine Empfehlung; nur eine Stunde mit dem Zug entfernt.

Der Mount Bromo ist bei indonesischen und internationalen Touristen beliebt und einer der landschaftlich schönsten Orte Indonesiens. Ein Ausflug nach Bromo bedeutet im Allgemeinen, sehr früh aufzustehen , denn die Touren dorthin starten gegen 03.00 Uhr in der Früh. Zur Belohnung gibt es einen unvergesslichen Sonnenaufgang am Aussichtspunkt Penanjakan, der sich wie die Sonne ins Gehirn einbrennt. Vom Rand des Kraters des Mount Bromo ist die Fernsicht derart famos, dass sogar Borneo zu sehen ist.

Und der Krater selbst ist ein schaurig schöner Anblick. Schwaden dichten Dampfes steigen aus Felsspalten auf und der Blick in die Tiefe beschert einem ein Sandmeer, denn die Dünenlandschaft wirkt fast wie eine Wüste. Um den Mount Bromo locken der Tengger und vor allem der artenreiche Semeru Nationalpark zu weiteren Erkundungen.

Wie auf einem anderen Planeten fühlen sich Bergwanderer aqm Mount Ijen. Dieser Ort lässt jede Zeit und Dimensionen verschwinden. Der Krater des Mount Ijen ist die Heimat des größten und stark sauren Kratersees der Welt. Und geheimnisvoll sind die blauen Flammen, die die immer wieder aus Spalten empor züngeln. Das Schwefelgas entzündet sich leicht und sieht im Mondlicht aus, als wenn es ausschließlich blau brennt. Um dieses faszinierende Schauspiel zu erleben ist eine Nachtwanderung notwendig. Eine gute Taschenlampe ist absolut notwendig, denn der Pfad ist nicht ausgeleuchtet. Und wer in den Krater hinabsteigen will, der sollte wegen der Schwefelgase unbedingt eine Atemmaske mitnehmen. Die gibt es recht günstig bei den Unternehmen, die geführte Touren anbieten und an den Ständen am Fuße des Vulkans. Kriecht die Sonne über den Horizont, wird es am Berg emsig. Bergleute aus der Umgebung ernten den Schwefel in großen Brocken, die in schwer beladenen, handgeflochtenen Körben ins Tal getragen wird.

Surabaya ist Indonesiens zweitgrößte Stadt und wegen ihrer Geschichte überaus interessant. Die Schlacht von Surabaya war ein Wendepunkt im indonesischen Unabhängigkeitskampf gegen die Holländer. Dazu sind im Museum einzigartige Exponate zu sehen, die auch einem Ausländer die Bedeutung des Denkmals von Soekarno vermitteln, dem ersten indonesischen Präsidenten.

Die Tabakwarenfabrik in Surabaya offeriert unterhaltsame Touren durch den betrieb, in dem Zigaretten von Hand gerollt werden. Und im arabischen Viertel vergeht bequem ein ganzer Tag beim Stöber nach Kleidung, dem Naschen von zuckersüßen Datteln, gefüllt mit Kaffee und beim Genuss eines milden aber starken Kaffees, frisch aufgekocht in der Kupferkanne.

Yogyakarta ist wegen der beiden antiken Tempel Borobudur und Prambanan unbedingt einen Besuch wert. Borobudur ist ein atemberaubender buddhistischer Tempel mit üppigen, vom Dschungel bedeckten Hügeln im Hintergrund. Der wunderschöne, makellos gepflegte tropische Garten lädt zum entspannen ein. Hat man sich durchgerungen, den Tempel zu besteigen, erwarten den Besucher monumentale Buddha-Statuen mit stoischer Ruhe und riesige Steinglocken.

Jakarta
Jakarta

Prambanan ist ein Hindu-Tempel mit vielen antiken Statuen. Leider ist der Tempel im Laufe der Jahre durch Erdbeben beschädigt worden, sodass er nicht mehr ganz vollständig in seiner Pracht zu sehen ist. Lokale Universitätsstudenten bieten oft kostenlose Führungen durch den Tempelkomplex an.

Nahe Yogyakarta türmt sich majestätisch der Mount Merapi auf, der trotz reichlich Konkurrenz der aktivste Vulkan Indonesiens ist. Kletterpartien zum Krater sind möglich aber nur für gut trainierte Bergwanderer empfehlenswert. Die Tour beginnt vor Mitternacht, wobei nach rund vier Stunden das Ziel erreicht wird. Der Aufstieg ist sehr steil und sandig, was festes Schuhwerk und eine Taschenlampe, besser eine Stirnleuchte unerlässlich machen.

Einen anstrengenden aber unbändigen Spaß bescheren die Goa Pindul Höhlen ihren Besuchern. Durch die Kavernen fliesst ein Wildwasser. Mit dem Schlauchboot jagt man durch Höhlenhallen voller Fledermäuse, Steigungen im Flussbett scheinen das Boot schweben zu lassen, bis letztendlich ein Sprung über das Kliff eines Wasserfalls für eine ausgiebige Dusche sorgt.

Mit dem Bus ist das Dieng-Plateau gut erreichbar. Dieses Hochplateau ist eine Brutstätte vulkanischer Aktivität und fühlt sich ganz anders an, als der Rest Indonesiens. Die Hauptattraktionen sind die farbigen Seen, der antike Hindu-Tempel und Sikandang. In diesem Krater brodelt Schlamm und immer wieder entweichen vulkanische Gase mit lautem Zischen oder meterhohen Fontänen, die tief aus der Erdkruste kommen. Erstaunlich ist, dass es hier nachts empfindlich kalt werden kann.

Indonesien ist mit 200 Millionen Menschen das größte muslimische Land der Welt. Alle Inseln, mit Ausnahme von Bali, sind von überaus toleranten Muslimen bevölkert. Trotz aller Toleranz ist es ratsam, keine freizügige Kleidung zu tragen. respektvoll zu kleiden. Badekleidung ist an einem Hotelstrand möglich. An freien Stränden baden die menschen hier in langen, dünnen Hosen, selten in Shorts und mit einem T-Shirt bekleidet.

Die Leute sind herzlich und überfreundlich. Ausländer werden regelmäßig angesprochen, um ein gemeinsames Foto gebeten oder gestoppt, um eibnfach ein paar Worte Englisch zu sprechen. Und mit den Einladungen zum Essen kann ein Reisender bequem den gesamten Urlaub über schlemmen, ohne ein einziges Restaurant besuchen zu müssen. Zudem ist Java deutlich günstiger als Bali. Auf dem Land oder entlang der Küste sind keine internationalen Restaurants zu finden. Das ist aber auch nicht notwendig, denn die indonesische Küche ist überaus lecker und gesund. Trotzdem ist das Herz Indonesiens noch immer ein Geheimtipp. Es gibt wenige und nur kleine touristische Zentren. Selbst Frauen können allein die Insel erkunden, denn die Bevölkerung achtet sehr darauf, dass Gästen kein Unheil widerfährt.